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Mittwoch, 10. März 2010

Warum Ikea eine tolle Firma ist

ikea

Ich muss mal was zu Ikea sagen. Die Firma ist einfach toll. Ja, okay. Es gibt da allerhand Zeugs, was wirklich in jeder Beziehung billigst ist, z.B. den Becher Kalas, sechs Stück zu 1,59 (hieß früher Becher Saftig). Aber es gibt auch eine ganze Reihe qualitativ ordentlicher Produkte zu guten Preisen. Und der Service ist über jeden Verdacht erhaben. Ein Beispiel, das einem sogar den Glauben an die Dienstleistung wieder geben könnte: Wir besitzen seit vielen Jahren Küchen-Oberschränke Värde. Deren Abdeckungen sind mit Scharnieren befestigt, die leider mit der Zeit ausleiern. Die Folge: Die Värde-Deckel hängen schlapp herunter und knallen einem (mir) schon mal gegen den Kopf. Nun haben wir die Scharniere vor langer Zeit schon einmal bei Ikea gegen neue ausgetauscht. War kein Problem.


Jetzt, vielleicht zehn Jahre nach dem Kauf, sind die Dinger wieder erschlafft. Und wieder: Ikea wechselt die Scharniere gratis aus. Die Dinger wurden uns sogar in großzügiger Stückzahl kostenfrei nach Hause geschickt (die Scharniere sind übrigens "made by Ferrari in Italy"). Wenn das mal kein Service ist... Ich bin mir ganz und gar nicht sicher, dass ein Küchenfachgeschäft so etwas auch bieten würde.

Samstag, 4. Oktober 2008

Ikea am Samstag - für den Konsumenten aus Stahl

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Samstag nach dem Feiertag. "Ach Schatz, lass uns doch in die Ikea fahren." Ein Schauer kriecht den Rücken herunter. Es ist wohl die masochistische Ader, die jedem guten Konsumbürger und Angehörigen der Generation Golf inne wohnt, die einen samstags in ein Ikea-Warenhaus treibt. Nach halbstündiger Warteschleife im hoffnungslos überfüllten Parkhaus wurden wenigstens die Driving-Skills im Millimeterbereich geschärft. Schließlich einen Parkplatz auf dem Acker (Hier warten weiter 1.000 Parkplätze!) erlegt. Anders kann man das kaum nennen. Nix wie rein in die Konsum-Hölle. Oh Gott, es müssen Zehntausende sein, die Wagen schiebend, Tüten schleppend und kunstvoll Köttbullar-Tabletts balancierend sich durch Gänge zwischen Tischen, Stehlampen und Klobürsten zu 1 Euro das Stück vorbei an Klippan-Sofas und Faktum-Küchenfronten den exakt ausbaldowerten Ikea-Rundgang entlang Richtung Kassen-Inferno schieben.

Dienstag, 29. April 2008

"Frontal 21" geht Ikea frontal an.



"Frontal 21", das ZDF-Magazin mit Investigativ-Eule Theo Koll, kommt diese Woche mit einer groß aufgemachten Geschichte gegen den schwedischen Möbel-Giganten Ikea. "Ikea verlangt alles von den Mitarbeitern: absolute Flexibilität, körperlichen Einsatz bis zur Erschöpfung, Krankheit wird kaum akzeptiert. Da sind wir fast schon wieder im Frühkapitalismus angelangt", sagt Verdi-Gewerkschafterin Christina Frank zu den Frontal-21-Reportern. Ikea habe Mitarbeiter genötigt, trotz Krankheit zu arbeiten. Außerdem seien die Ikea-Kollegen, wenig überraschend in diesen Tagen, mit Kameras überwacht worden.

Hmm, mal schauen wie Ikea auf die harten Vorwürfe reagiert. Gegenüber Koll und Co. haben die Schweden die Vorwürfe freilich zurückgewiesen und als Einzelfälle bezeichnet, denen man nachgehen will. Aus eigener Anschauung wirkten die Ikea-Jungs und -Mädels in bisher besuchten Fililaen eher fröhlich. Kann aber natürlich täuschen. Und "Frontal 21" ist nicht direkt für sorgfältige Recherche bekannt. Also abwarten und in Ruhe das nächste Billy-Regal zusammenschrauben. Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Gesendet wird am Dienstag, 29. April um 21 Uhr im ZDF.

via Pressemitteilung