Montag, 21. September 2009
Vom Händler zum Hersteller: Amazon
Freitag, 15. Mai 2009
Produki - das freundliche Produkte-Wiki von nebenan
Wer sich registriert, kann sich als Experte zu bestimmten Produkten melden. Dann kann man online Fragen der Nutzer beantworten. Wer die meisten Fragen zu einem Produkt zufriedenstellend beantwortet, steigt zum "Guru" auf und wird mit Bild gleich auf der Produktseite eingeblendet. Die Produktseiten bestehen meist aus einer kurzen Beschreibung des Produkts, ganz egal ob Software (z.B. Mac OS X), Internet-Angebot (Facebook) oder "echtes" Produkt (Spiegelreflex Kamera, MP3 Spieler). Dann gibt es eine Schlagwortliste und eine Liste mit Vor- und Nachteilen. Nutzer können bei jedem Punkt den Vor- und Nachteilen zustimmen, sie ablehnen oder ganz neue Punkte hinzufügen. So ergibt sich mit der Zeit ein umfassendes Bild der Community-Meinung zum Produkt. Das Ganze ist weitaus aussagekräftiger und strukturierter als ellenlange Nutzer-Besprechungen z.B. bei Ciao.com. Produki ist außerdem weitaus durchdachter und meiner Meinung nach sinnvoller als eine unausgegorene Social-Empfehlungs-Website wie welike.com.
Mittwoch, 13. Mai 2009
Nackte Filme? No way - bitte mit Verpackung!
Die Unterhaltungsindustrie hat manches Probleme. Es gibt da einiges an äußeren Einflüssen (Wirtschaftskrise, Internet) aber auch reichlich hausgemachte Schwierigkeiten. Warum zum Beispiel, sollte ich als technisch einigermaßen versierter Konsument legal eine Musik-CD oder eine DVD mit einem Spielfilm kaufen? Wegen der Musik oder dem Film? Beides gibt es in ebenso bestechender Qualität gratis und illegal aus dem Netz. Die Musik-Industrie versucht dem Problem des illegalen Downloads zwar mit Hilfe eifriger Abmahn-Anwälte beizukommen - das wird auf lange Sicht aber nicht gelingen. Das Phänomen ist zu verbreitet. Die einzigen die davon kurzfristig profitieren, sind die Abmahnanwälte.
Warum also sollte ich eine CD oder DVD kaufen? Aus Solidarität mit den Künstlern? Okay, da mag manchmal was dran sein. Als Fan möchte man seine Lieblings-Künstler nicht am Hungertuch nagen sehen. Aber jedem x-beliebigen Superstar auch noch die eigene Kohle hinterherwerfen? Muss nicht sein.
Mittwoch, 29. April 2009
Alte Hüte aus dem Mafo-Regal: der Partizipative Konsument
Mittwoch, 22. April 2009
Arcandor gehört zerschlagen
[caption id="" align="alignleft" width="224" caption="Schön wär's..."]
Der Niedergang der Firma mit dem grässlichen Kunstnamen Arcandor, die früher mal KarstadtQuelle hieß, lässt sich offenbar nicht mehr aufhalten. Die neue Strategie von Vorstandschef Karl-Gerhard Eick ist mit fragwürdig noch unzureichend beschrieben. Was will er machen? Er will die drei Luxus-Kaufhäuser Kadewe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München verkaufen und sich auf das "Konsumfeld der Mitte" konzentrieren. Die kleineren Häuser wurden unter dem Namen Hertie ja bereits abgestoßen und befinden sich mittlerweile in der Insolvenz.
Gerade erst wurden Millionen in den Umbau des Karstadt-Hauses Oberpollinger in der Münchner Fußgängerzone gepumpt - jetzt soll das Haus verkauft werden. Was soll das? Mal ganz abgesehen davon, dass die Luxus-Sanierung des Oberpollinger eh eine blöde Idee war. Die Prada- und Gucci-Kundschaft in München wird weiter in der Maximilians- und Theatinerstraße shoppen und kaum am Stachus der U-Bahn entsteigen, um im Oberpollinger einzukaufen. Oberpollinger ist von der Lager her halt eher Oberprollinger. Kadewe und Alsterhaus haben dagegen eine Tradition als Luxus-Einkaufstempel und werden sicher auch gute Käufer finden. Kein Wunder, dass die Belegschaft des Kadewe eher froh ist, dass das irrlichternde Arcandor-Management sie nun los sein will. Mit neuen Besitzern (Scheichs vielleicht?) kann es nur besser werden.
Dienstag, 7. April 2009
iloxx: etwas verschicken das nicht rechteckig ist
Die Vollbesegelung ist wegen dem (auseinandergeschraubten) Segelmast nämlich rund 130 cm lang und nicht wie von mir Pi mal Daumen gepeilt 120 cm. Tja, und bei 120 cm Länge hätte ich das Ding noch bequem vor 9,30 Euro vor Ort im Hermes Paketshop aufgeben können. Aber, wie mir der freundliche Ossi im seltsamen Hermes-Paketshop (es war gleichzeitig eine seltsame Wäscherei) mitteilte: "Da können wir leider kein Auge zudrücken." Die Alternative: Ich lasse das Teil von Hermes zuhause abholen. Dann kostet es aber 25,90 Euro und ich Rindvieh hatte bei eBay ja bereits 9,90 Euro als Porto- und Verpackungskosten angegeben. Zur Not müsste ich die Differenz halt als Lehrgeld abschreiben aber noch ein Versuch: ab zur guten alten Post.
Montag, 16. März 2009
Kaikkialla - die rätselhafte neue Outdoormarke bei Globetrotter
Jüngst landete der neue Katalog des Outdoor-Filialisten und Online-Shops Globetrotter im Briefkasten. Sofort fiel auf: Oho, da gibt es ja eine neue Marke: Kaikkialla. Das Logo ist ein stilisierter Wikingerhelm mit orangenen Hörnern. Finnen? Wikinger? Egal. Die neue Marke Kaikkialla wird von den Globetrotter-Geschäftsführern im Vorwort des Kataloges nebulös angekündigt:
"Immer wieder werden neue Sterne entdeckt. Auch wir haben einen neuen Stern entdeckt. Kaikkialla (finnisch) heißt überall. Unsere neue Produktmarke leuchtet durch das gesamte Sortiment. Erkennbar an dem Wikingerhelm und vor allem an der anspruchsvollen Qualität, dem Design und der Funktion, die überall überzeugt."
Soweit die vollmundigen Werbe-Worte der Ober-Globetrotter. Was aber bedeutet "unsere neue Produktmarke" genau? Hier muss ein kleines bisschen ausgeholt werden. Globetrotter hatte vor einiger Zeit zwei Hausmarken: Four Seasons und Black Bear. Beide Marken zeichneten sich durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus, wobei die Produkte nicht nur bei Globetrotter zu haben waren, sondern auch in anderen Sport-Kaufhäusern vertrieben wurden. Allerdings waren die beiden Marken nicht scharf abgetrennt. Also entschloss sich Globetrotter vor ca. zwei Jahren, die beiden Hausmarken zu einer neuen zu verschmelzen, die auf den Namen Meru hört. Soweit so gut. Hat nun Globetrotter mit Kaikkialla doch wieder eine zweite Hausmarke aufleben lassen? So ganz wird das aus dem Katalog-Vorwort nicht klar. Eine Anfrage bei Globetrotter eines Mitglieds des Forums bei Outdoorseiten.net, brachte folgende windelweiche Antwort:
Mittwoch, 11. März 2009
Neues von Evil-Lidl: Opel Corsa und VW Polo im Online-Shop
Vor einiger Zeit hat Evil-Lidl seinen neuen Online-Shop gestartet. Jetzt nutzt der Schlingel unter den Discountern die Autokrise und wartet dort mit einem echten Coup auf. Man kann im Lidl Online-Shop entweder einen Opel Corsa oder einen VW Cross Polo kaufen. Der Opel kostet mit 60 PS 10.570 Euro, der VW Polo mit 80 PS 13.645 Euro. Das sind beim Opel 3.940 Euro unter dem Listenpreis und bei VW 4.775 Euro unter der Liste. Hinzu kommt natürlich die so genannte Umweltprämie von 2.500 von Vater Staat, falls man sein Altauto pflichtschuldig abwrackt. Wobei das mit der Abwrackprämie so seine Tücken hat, wie ich an anderer Stelle schon berichten durfte.
Montag, 2. März 2009
Panne mit Pfanne: WMF-Grillpfannen-Dopplereffekt
Hatte bei meinem Lieblings-Online-Händler eine Gesamtausgabe des "Watchmen"-Comics, die neunte "Seinfeld"-Staffel sowie den Chevy-Chase-Reißer "Spione wir wir" geordert. Große Verwunderung bei der lieben Ehefrau als das Paket ungewohnt groß und schwer eintraf: "Warum hast du denn nochmal zwei Grillpfannen bestellt?"
In der Tat. Neben der bestellten Spitzen-Unterhaltung enthielt das Amazon-Paket zwei WMF-Grillpfannen jenes Typs, wie wir seit einigen Wochen bereits eine unser Eigentum nennen. Des Rätsel Lösung: Habe nicht aufgepasst beim Bestell-Vorgang. Offenbar hatte ich wegen einigen Pfannen-Geschiebes versehentlich noch zwei (!) WMF Grillpfannen in meinem Amazon-Einkaufswagen und habe die neue Bestellung achtlos abgeschickt. Getreu dem alten Motto: Wird schon alles stimmen, AGBs?, jaja, wo muss ich klicken...
Bei Amazon zum Glück kein Problem, WMF Pfannen zurückgeschickt, Betrag erstattet. Und ich notiere mir in meinem löchrigen Großhirn, künftig einfach nochmal hinzuschauen, bevor ich Bestellungen abschicke.
Dienstag, 24. Februar 2009
Social-Empfehlungsdingbums: Welike.com
Mit Welike.com startet der nächste Versuch, eine Art Empfehlungs-Community für Medienprodukte zu etablieren. Meiner Meinung nach ist dieser neue Versuch nicht nur ebenso wie seine Vorgänger zum Scheitern verurteilt, sondern auch noch ganz besonders schlecht gemacht. Man kann sich bei Welike.com registrieren und muss einige Vorlieben, je einen für einen Musiker, einen Film und ein Buch angeben. Man bekommt dann Empfehlungen zu Büchern, Filmen und Musik, die einen ebenfalls interessieren könnte. Außerdem kann man sich andere Nutzer anschauen, die ähnliche Interessen haben usw. Im Prinzip ist Welike.com eine Kopie des britischen Angebots "The Filter", das von dem von mir verehrten Musiker Peter Gabriel ins Leben gerufen wurde. Doch schon bei "The Filter" sah ich keinen Grund, warum ich meine Zeit dort vergeuden sollte. Aus folgenden Gründen ist das Konzept dieser Empfehlungs-Maschinen zum Scheitern verurteilt:
Montag, 26. Januar 2009
Rätselhafte Oliven-Gebirge
Heute seit langer Zeit mal wieder in der Stadt gewesen, auf der Suche nach dem guten Lebensmittel. Für ein bestimmtes Rezepte sollten italienische Salsiccia-Wurst und geräuchertes Paprikapulver in die Einkaufstüte wandern. Dass der Kaufland- und der Rewe-Markt vor Ort derlei Produkte nicht führen, dafür habe ich Verständnis. Aber in der Stadt, jaha, da wartet das Feinost El Dorado. So dachte ich. Aber ach. Der ehemalige italienische Lebensmittelhändler in der Altstadt hat sich darauf verlegt, bloß noch günstige Pasta als Mittagstisch anzubieten. "Lebensmittel?" "Verkaufe mir nicht mehr!". Na gut. Weiter getigert in die "Markthalle" genannte Lebensmittel-Abteilung des Kaufhof. Die war mal gut sortiert, wie ich mich erinnerte.
Freitag, 23. Januar 2009
Die Antwort-Roboter von PayPal
Wie alles im Internet wie im richtigen Leben kann aber auch der Umgang mit PayPal Tücken bereit halten. Ein Freund von mir, der via Internet im allgemeinen und eBay im besonderen viele Geschäfte als Verkäufer abwickelt. sah sich unlängst in einen ebenso langen wie unerfreulichen Dialog mit der Kundenservice-Abteilung von PayPal verstrickt. Den E-Mail-Schriftverkehr hat er mir freundlicherweise für dieses Blog zur Verfügung gestellt. Es entspann sich ein E-Mail-Wechsel zwischen dem Herrn Powerseller und dem PayPal-Kundenservice, der symptomatisch ist für das Versagen von Kundenservice-Abteilungen:
Freitag, 21. November 2008
Evil-Lidl jetzt mit Online-Shop
Lidl, der böse Bube unter Deutschlands Discountern hat was Neues. Die ewige Nummer zwei hinter Aldi hat jetzt einen Online-Shop eröffnet. Und was soll man sagen: Bei www.lidl-shop.de gibt's wenig zu meckern. Der Online-Shop beschränkt sich auf Non-Food-Artikel wie Werkzeuge, Möbel, Unterhaltungs-Elektronik etc. pp. Die schon bisher erhältlichen Lidl-Online-Services wie Reisen, Fotos und Blumen-Versand wurden integriert. Das Webdesign gefällt, alles wirkt hochwertig und übersichtlich. Man findet sich sofort zurecht. Auch die Versandbedingungen sind fair, berechnet werden pauschal 3,95 Euro an Versandkosten. Bei sehr großen Artikeln kommen Speditionskosten dazu, die extra ausgewiesen werden.
Betreiber der Website ist eine Schwarz E-Commerce GmbH & Co. KG, offenbar eine E-Commerce-Tochterfirma der Schwarz Gruppe aus Neckarsulm, die neben Lidl auch noch die Kaufland-Märkte und zunehmend weniger die Handelshof-Kette betreibt.
Das einzige, was bei dem neuen Lidl-Onlineshop nicht ganz passt, sind einige Produkte, die nicht so recht in ihre Kategorie passen wollen. So findet sich auch der Blumen-Bestellseite auch "Bier zum Selbermachen" und in der Kategorie "Unterhaltung zum Fest" ein Pulverfeuerlöscher mit Wandhalterung zu 24,99 Euro. Das ist wohl eher was, wenn die Unterhaltung zum Fest ins Brenzlige ausartet.
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Das Internet als Kaufberater - Megatest zeigt wie es nicht geht
Die Idee hinter Megatest: Die Website sammelt Testberichte von so genannten professionellen Websites, also etwa Xonio oder Connect, sowie Nutzer-Kommentare, etwa von Amazon, Ciao oder Dooyoo. All diese Bewertungen und Kommentare werden in einem nicht näher bezeichneten Verfahren zusammengerührt und am Ende steht eine Punktzahl. Die so genannten Megadots. 100 Megadots gibt es maximal. Je weniger, desto schlechter das Produkt. So die Theorie. Natürlich ist die Website zugepflastert mit Google Ads und Shop-Anzeigen. Das Geschäftsmodell hinter Megatest ist ebenso klar wie wahrscheinlich erfolglos: Man setzt darauf, dass der Info-Hungrige Verbraucher den seltsamen Megadots vertraut und dann gleich den Shop neben der Produktvorstellung ansurft. Dafür bekommt Megatest dann natürlich Provision. Man braucht keine Redaktion, man hat keine Arbeit und sammelt bloß die Kohle ein. So denken vielleicht die Strategen hinter dem Projekt.
Meiner Meinung nach wird das gewaltig in die Hose gehen. Hier meine Gründe:
Freitag, 10. Oktober 2008
Deutsche Buchverleger vs. Amazon
In der Tat: Fallen Druck und Vertriebskosten weg, würden sich E-Books viel billiger verkaufen lassen als bisher über den stationären Buchhandel oder Versender. Amazon könnte zudem die E-Books gleich drahtlos an den Kindle senden und die tollen Kommentar- und Empfehlungsfunktionen von Amazon ersetzen ziemlich gut einen erfahrenen Buchhändler. Die Amazon-Kundenkommentare sind sogar in jedem Fall zuverlässiger als ein mäßig motivierter Mitarbeiter einer Handelskette.
Jetzt blasen die Buchverlage prophylaktisch zum Angriff und kündigen an, über ihre Online-Plattform Libreka künftig auch E-Books zu verkaufen. Bestellt werden soll übers Internet oder, ganz antiquarisch, über Terminals in Buchläden, schreibt die "FTD". Auch dieses Projekt wird in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Die Buchmesse dürfte damit zu einer der interessantesten der jüngeren Zeit werden. Es geht nicht nur um einzelne Werke oder thematische Schwerpunkte, sondern um Weichenstellungen für die ganze Buchbranche. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels schätzt, ab Januar 2009 30.000 bis 40.000 E-Books zum Runterladen bei Libreka anbieten zu können. Man will so verhindern, dass Amazon beim E-Book-Vertrieb eine ähnlich starke Marktstellung einnehmen kann wie Apple mit iTunes beim Online-Musikhandel.
Das ist zunächst nicht schlecht gedacht. Aber ob es ausgerechnet der deutsche Buchhandel online mit Amazon aufnehmen kann - ich habe da so meine Zweifel.
Dienstag, 23. September 2008
Die weiße Hölle vom Online-Reisebüro.
Ende September, höchgste Zeit, den Ski-Urlaub zu buchen. In diesem Jahr wollten wir dem Vier- bis Fünf-Sterne-Terror (Frühstück mit vier Eiern, Jause mit dick Speck, Suppe und Kuchen um vier Uhr und 5-Gänge-Menü ab 19 Uhr) ganz bewusst entfliehen und ein Appartment buchen. Endlich auch mal an der Hütte einen Einkehrschwung machen und eine Pfanne Käsespätzle verdrücken, ohne schlechtes Gewissen, dass man ja jetzt die "schon bezahlte" Jause sausen lassen muss. Aber die Appartment-Preise im Ort unserer Wahl (Fiss in Tirol) waren auf den ersten Blick derart gesalzen, dass wir uns doch wieder der klassischen Hotellerie zuwandten.
In den besseren Häusern gibt es dabei kaum Angebote ohne All-Inclusive-Charakter, was sich erstaunlicherweise aber meist "Halb-Pension" nennt. Mittlerweile sind die Nachmittags-Jausen zu einer Art Quasi-Standard geworden, genauso wie die 5-Gänge-Menüs am Abend und üppige Sauna-, pardon, Wellness-Landschaften. Drunter geht's kaum noch. Außerdem ist die Anzahl der Angebote, falls man über einen Anbieter wie Expedia.de oder Tui.de sucht, extrem unübersichtlich. Man muss entweder vorher schon ganz genau wissen, wann man fährt, welche Art von Hotel man möchte, in welchem Land und am besten noch in welcher Region. Bei den Online-Shops der gängigen Reiseveranstalter sind stets monstermäßige Eingabemasken auszufüllen, nur damit man am Ende oftmals mit wahllos zusammen gestoppelten Angeboten überhäuft wird oder doch lapidar mitgeteilt bekommt, dass im gewünschten Zeitraum nichts mehr zu Verfügung steht.
Montag, 23. Juni 2008
Das Internet - der Kundenberater ihres Vertrauens.
Das Internet übernimmt immer mehr die Rolle eines Kundenberaters. Das persönliche Empfinden, dass man mit dem Lesern von Nutzer-Kommentaren z.B. bei Holidaycheck.de oder Amazon besser bedient ist, statt einem der immer seltener werdenden Verkäufer aus Fleisch und Blut aufzulauern, wird durch eine Studie belegt, die Harris Interactive im Auftrag der PR-Agentur Fleishman Hillard erstellt hat. Die Studie "Digital Influence Study" (gefunden in der "FAZ" vom 23. Juni 2008, aus diesem Artikel stammt auch der Grafik-Ausriss) zufolge hat das Internet eine doppelt so hohe Relevanz bei Kaufentscheidungen wie das Fernsehen. An der Spitze der im Internet abgefragten Infos stehen Bewertungen zu Hotels oder Elektronik-Geräten. Beliebt sind aber auch Websites zum Vergleich von Stromtarifen (Verivox.de) oder Autoversicherungen. Beim Buchen von Bahn-und Flugtickets werden dagegen häufig die Websites der Anbieter direkt angesteuert.
Sonntag, 1. Juni 2008
eBay geht offline und macht 'nen Katalog.
Freitag, 30. Mai 2008
Germany's next Topmodel - für lau oder für 2,49 Euro.
Seit kurzem gibt es in Apples Online Medienladen iTunes Store auch in Deutschland TV-Episoden zu kaufen. US-Ware wie "Lost", "Grey's Anatomy" oder "Southpark", deutsche Serien wie "Ladyland", "Bastewka" und "Stromberg", Dokus und TV-Show Episoden, u.a. "Germany's Next Topmodel" mit der omnipräsenten Heidi Klum. Interessant ist nun die Preisgestaltung. Während zum Beispiel eine Staffel "Stromberg" oder ""Dr. Psycho" mit Christian Ulmen für 12.99 Euro ("Stromberg"), bzw. 8,99 Euro ("Dr. Psycho") recht günstig sind, sind US-Serien deutlich teurer. Für eine Staffel des Mystery-Hits "Lost" werden im iTunes Store 49,99 Euro fällig! Die DVD-Box kostet derzeit (Stand, 30. Mai 2008) zwar auch knapp 50 Euro, bietet aber dazu noch Begleitmaterial, Hintergrundinfos sowie mehrere Sprachen und Untertitel. Die komplette zweite Staffel ist bei Amazon sogar schon für 37,95 Euro zu haben. Beim ITunes Store kann man sich die nackte deutsche Version für 51,99 Euro runterladen. Diese Preisgestaltung verstehe, wer will. Entsprechend gallig sind die Kommentare beim iTunes Store. Die Nutzer loben die Serie, vergeben für die Preisgestaltung aber stets nur einen von fünf Sternen.
Ähnlich sieht es bei "Germany's next Topmodel" aus. Bei iTunes kostet eine Folge der Reihe, die wohlgemerkt im Free-TV bei ProSieben läuft, 2,49 Euro. Hier verwirrt, nicht nur, dass es "GNTM", wie die Show bei Fans heißt, kostenlos im Fernsehen zu sehen gibt, auch auf der ProSieben-Website kann man die jeweils aktuelle Folge kostenlos anschauen. Beim Brainpool-Comedy-Portal meinspass.de kann man auch "Stromberg" und Co. gratis im Web anschauen. OK, die bei iTunes gekauften Folgen sind in besserer Qualität und können auf iPods übertragen werden. Ob das den saftigen Preis rechtfertigt, sei dahingestellt. Die Beschimpfungen gegenüber Apple, zu denen in den iTunes-Kommentaren angehoben wird, treffen aber am Ziel vorbei. Apple hat natürlich ein Interesse daran, möglichst viele Inhalte über iTunes unter die Leute zu bringen. "Schuld" am Pricing sind in erster Linie die Rechte-Inhaber. Also Brainpool für "Stromberg", ABC für "Lost" und ProSieben für "Germany's next Topmodel". Recht frech ist übrigens auch das ZDF. Die Gebühren-Ritter vom Mainzer Lerchenberg sind sich nicht zu fein, für ihre mit Gebühren teuer bezahlten Dokus bei iTunes nochmal saftig abzukassieren. Für eine Doku-Folge verlangt ZDF Enterprises im Schnitt 1,99 Euro.
PS: Laut Thomas Knüwer heißt die Gewinnern der 3. Staffel von "Germany's next Topmodel" Christina.
Freitag, 2. Mai 2008
Die Macht des Kunden bei Amazon und Co.
Wem kann man als Kunde heute eigentlich noch vertrauen? Ganz sicher nicht den Damen und Herren Verkäufern. Natürlich tut man der oder der einen qualifizierten Verkaufskraft unrecht, wenn man alle über einen Kamm schert aber es rennen zu viele Unmotivierte und Ahnungslose da draußen am Point of Sale herum, als dass man sich auf deren Urteil noch verlassen könnte.
Statt dem Kunden einen Ratschlag zu geben, der wirklich weiterhilft, wird allzu oft eine Produkt empfohlen, das Bestandteil einer "Aktion" ist. Dabei gibt es Sach- oder Geld-Prämien für das Verkaufspersonal, wenn entsprechende Mengen der Aktions-Ware abgesetzt werden. Die Prämie vor Augen wird bisweilen zu regelrechten Taschenspieler-Tricks gegriffen.
Besonders beliebt: Knappheit der Ware suggerieren. Von dem super-günstigen Flachbildfernseher ist leider keiner mehr am Lager, aber Moment, ich kann ja mal nachschauen. Angestrengtes Klicken auf dem Firmen PC, Stirn in Falten gelegt. Eine Möglichkeit gebe es vielleicht noch... der Verkäufer eilt ins Lager und sehet! Er hat ein allerletztes Exemplar des begehrten Produkts hervorgezaubert. Lobet und preiset die Fachkraft im Elektro-Markt!