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Mittwoch, 20. Mai 2009

glück TV, Expertwin, Bernd Fuhlert - alle Wege führen nach Dinslaken

Es gibt zwei junge Herren im TV, die sind mal ein paar Zeilen wert: Bernd Fuhlert und Julian Brakmann. Die beiden sind Geschäftsführer des TV-Shopping-Kanals glück TV, über den hier schon des öfteren die Rede war. Wobei im Impressum der Homepage von glück TV nur Julian Brakmann auftaucht und nicht Bernd Fuhlert. Das mag daran liegen, dass Herr Fuhlert gleichzeitig Betreiber der Website des angeblichen Nobel-Uhrenherstellers L. David & Sons war, dessen Uhren wiederum bei glück TV mit angeblichen Traum-Rabatten vertickt werden. Die Website von L. David & Sons ist übrigens mittlerweile nicht mehr erreichbar.

Montag, 23. März 2009

Video: Pango 3000, der Rohrreiniger aus dem TV-Shop

Pango_3000



Diesmal geht' s um einen Klassiker aus der wunderbaren und bizarren Welt des TV-Shoppings: den Pango 3000 Rohrreiniger. Oder "Luftschiesser", wie es auf dem billig wirkenden Plastikbeutel steht, in dem der Pangos ins Haus geliefert wird. Um das Gerät wird bei HSE24 regelmäßig einiges an Buhei gemacht. Was kann der Pango 3000 nicht alles frei "schießen"... da werden mehrfach verstopfte Rohre mir nichts dir nicht wieder freigepustet. Das Gerät besticht dabei durch ein surreales Design, es wirkt ein bisschen wie eine Laserkanone, die man im Sexshop kaufen könnte. Immerhin ist der Pango ein italienisches Patent.

Montag, 2. Februar 2009

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus!": neues Personal für die Dschungel-Show

Nach dem Dschungel ist vor der Dschungel. Nach dem Irrsinn-Erfolg der sehr amüsanten jüngsten Staffel "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!", wird RTL garantiert einen weiteren Aufguss der lustigen Hoden-Kauerei im Busch anbieten. Und nachdem die aktuelle Krach-Promi-Riege sogar mit so etwas wie Würde durch das Spektakel gegangen ist und mittlerweile die Werbe-Industrie die Show auch nicht mehr eklig findet, lassen sich auch garantiert neue interessante Kandidaten finden. Hier meine persönliche Favoriten-Liste fürs nächste Dschunge-Camp. Ohne allzu offensichtliche Namen wie Jürgen Drews:

Sabrina Setlur: Wäre ideal. Schaut gut aus im Safari-Outfit, ist unverschämt, streitlustig und intellektuell nicht zu sehr beladen. Außerdem kann sie offenbar Geld gebrauchen.

Matthias Reim: Notorisch pleite und absolut schmerzfrei. Ein todsicherer Tipp!

Montag, 10. November 2008

Von China-Rollern und Handy-Bundles



Neues vom 0-Euro-Irrsinn. Neulich stolperte ich auf der Fernbedienung mal wieder über den obskuren TV-Shopping Kanal glück TV, über den ich schon öfter geschrieben habe. Offenbar sind dort Motorroller im Retro-Design jetzt das große Ding. Und wieder werden diese Roller inklusive zweier Motorola-Handys mit Verträgen für 0 Euro abgestoßen. Anlass, sich mal dem Phänomen Handy-Verträge mit Zugaben ausführlicher zu widmen. Zunächst mal nach dem Roller geschaut. Der Retro-Star-Roller, der bei glück TV angeboten wird stammt von der Marke Jack Fox. Nun ist Jack Fox aber nicht direkt eine Marke, sondern vielmehr ist die Firma der deutsche Vertriebskanal für die Rollerfabrik Benzhou. Und das klingt wie? Richtig: chinesisch. Benzhou ist eine chinesische Fabrik, die laut Wikipedia jährlich 200.000 Motorräder und Roller ausspuckt. Diese Vehikel sind, kein Wunder, sämtlich im unteren Preissegment angesiedelt, man spricht in Roller-Kreisen (ja, die gibt es...) von China-Rollern oder Baumarkt-Rollern.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Das Geheimnis der Uhren von André Belfort

Nach wie vor zeigt der Shopping-Kanal glück TV Uhren des angeblichen Nobel-Herstellers André Belfort zu sagenhaft günstig erscheinenden Rabatten. Zum Beispiel das Modell Agevole Weiss, reduziert von 1.295 auf 297 Euro. Die Traum-Schnäppchen haben allerdings ein Gschmäckle. Bereits einmal habe ich hier darüber geschrieben und in der Tat ist es so gut wie unmöglich, dass ein Uhren-Hersteller eine mechanische Qualitäts-Uhr im Wert von über 1.000 Euro herstellt und diese dann gewinnbringend für knapp 300 Euro verkauft.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Hurra HSE24! Der dicke Harry Wijnvoord ist zurück!

harry_wijnvoord

Juhuu! Der dicke Harry Wijnvoord, Godfather des Bratpfannen-TV, ist zurück. Der Homeshopping-Kanal HSE24 hat ein einsehen und Harry wieder eingestellt. Künftig darf der Bratpfannen-Gott Koch-Utensilien anpreisen. In der Auftaktsendung am am 28. Mai um 13.00 und 18.00 Uhr werden u.a. eine Vakuum-Frischebox, ein Entsafter und ein Wasserkocher mit Temperaturregler von Harry angepriesen. Harry Wijnvoord begann seine Karriere bei RTL mit der legendären Dauerwerbesendung "Der Preis ist heiß". Später moderierte er bei tm3 (heute 9Live) die Kochshow "Der Reis ist heiß" und verkaufte für den Homeshopping-Ableger RTL Shop u.a. viereckige Hammer-Pfannen der Marke Woll. Vom RTL Shop wurde er irgendwann aus unerfindlichen Gründen ausgemustert. Dabei war und ist Harry Wijnvoord das personifizierte Teleshopping. Er musste seiner Verkaufsleidenschaft dann bei dem drittklassigen Sender Lifestyle TV fröhnen und hat seine Haut auch mal bei der Dschungel-Show "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" bei RTL zu Markte getragen. Mit HSE24 hat er endlich wieder ein Zuhause bei einem Premium-Shopping-Kanal gefunden. Die Küchengeräte tragen sogar seinen Namen als Marke. Erste Sendetermine: Mittwoch, 28. Mai, 13 bis 14 Uhr und 18 bis 19 Uhr; Montag, 23. Juni 13 bis 14 Uhr und 21 bis 22 Uhr.

Mehr Harry Wijnvoord gibt's hier.

Montag, 21. April 2008

André-Belfort-Uhren: preiswert oder nur billig?

Auf dem Shopping-Kanal glück TV , der sich fast ganz und gar dem Null-Euro-Irrsinn verschrieben hat, werden sie gerne angeboten: Die so genannten Edel-Uhren aus dem Hause André Belfort . Auffällig: Stets sind die vermeintlichen Luxuswecker sehr stark reduziert. Zum Beispiel von 1.295 auf 297 Euro. Immer wird ein Betrag von deutlich über 1.000 Euro auf einen zwischen knapp 300 bis 500 Euro reduziert. Manchmal bekommt man sogar noch eines der beliebten TomTom Navgationsgeräte obendrauf. Ähnliches gilt auch für die ebenfalls bei glück TV angepriesene Uhrenmarke L. David & Sons.



Stellt sich die Frage: Warum kann eine angebliche Edel-Uhren-Manufaktur solche Preise anbieten? Die Meinungen gehen auseinander. Uhren-Kenner in Foren weisen allerdings darauf hin, dass ein seriöser Hersteller niemals solche Preisabschläge gewähren könnte. Sprich: Eine echte 1.500 Euro Uhr kann nicht wirklich seriös für knapp 300 Euro verkauft werden, wenn man kostendeckend arbeiten möchte. Nun gibt es in der Uhrenwelt den Begriff des Chinaböllers. Der bezeichnet Uhren minderer Qualität, die in Fernost billig zusammengedübelt werden und versuchen den Anschein von Luxusuhren zu erwecken. Nicht selten schmücken sich die Anbieter solcher Böller mit erfunden Traditionen und Firmengeschichten. Qualität hat nun mal ihren Preis. Gilt nicht zuletzt beim Uhrenkauf.

PS: Mehr zu den seltsam billigen Uhren von André Belfort und L. David & Sons gibt es hier.

Donnerstag, 17. April 2008

Handys und Roller: Der Null-Euro-Irrsinn geht weiter.



Vor kurzem noch Kopfschütteln über die neue Generation der Trash-TV Sender, die alles mögliche für null Euro plus Handyverträge raushauen. Jetzt kommt der Null-Euro-Irrsinn in der Offline-Welt an. In einem Prospekt eines Mobilfunk-Ladens sind auch zahlreiche Null-Euro-Offerten. Und wieder mit einem dieser Motor-Roller! Die Zielgruppe der Roller-Freunde und leichtgläubigen Handy-Vertrags-Abschließer scheint in weiten Teilen deckungsgleich zu sein. Man bekommt in diesme Prospekt entweder den Motorroller, eine Playstation 3, 500 Euro in bar plus zwei billige Handys, 222 Euro in bar plus zwei etwas bessere Handys (Nokia 6300) oder zwei Top-Handys ohne Geschenk (Nokia N95 und Sony Ericsson K770i). Dafür muss man wie gehabt zwei Zwei-Jahresverträge abschließen. Es fallen pro Monat zweimal 19,79 Euro an Mindestumsatz an.



Die sonstigen Gebühren des Talkline-O2-Vertrages (Im TV-Shop war es ein Vodafone-Vertrag) sind weder besonders günstig noch wuchermäßig. Das bedeutet, bei Abschluss eines solchen Angebots fallen in den zwei Jahren mindestens 966,28 Euro Kosten an (inkl. Anschlussgebühr von 16,36 Euro). Prognose: Die Zahl der Lockvogel-Angebote mit Null-Euro wird sich erhöhen und auch auf andere Branchen ausweiten.

Freitag, 4. April 2008

Null Euro sind der neue Sex.

Gerade erst über den seltsamen TV-Abzocke-Shopping-Kanal glück tv geschrieben, da stolpere ich ein ums andere Mal über weitere obskure TV-Kanäle, die zumindest scheinbar alles verschenken. Ich glaube, es war bei spiriton.tv oder einem anderen dieser unzähligen Billig-Shopping-Kanäle, die sich vor allem Nachts ausbreiten wie Pest und Cholera, dass ich wieder über so ein Angebot stolperte: Laptop, Navigationsgerät plus Mobilfunkvertrag. Alles für Null Euro. Es scheint eine Zielgruppe zu geben, die auf Laptops und Navigationsgeräte (aber nur TomTom!) anfängt zu sabbern wie ein Pawlowscher Hund und sofort zum Telefon rennt. Möchte nicht wissen, wie viele Mobilfunkverträge diese Leute schon zuhause haben. Der etwas seriösere RTL Shop hat nun auch schon ähnliche "Angebote" im Programm. Dort wurde unlängst ein, natürlich, Laptop zusammen mit einem Vodafone UMTS-Modem für null Euro angeboten. Der Laptop der Marke One hatte angeblich einen Wert von etwas über 500 Euro. Der dazugehörige UMTS-Vertrag mit 5 Gigabyte Datenverkehr inklusive schlug dann mit 49 Euro zu Buche. Gar nicht schlecht, das Angebot. Man bekam von den Herren Verkäufer dauernd suggeriert, dass man den Laptop ja auch verkaufen oder verschenken kann, falls man den nicht braucht.

Laptops und Navis = Wegwerfprodukte? Ich wage mal die Prognose, dass sich diese Null-Euro-Offerten in nächster Zeit immer weiter verbreiten werden. Und ich habe das Gefühl, dass das für gewisse Zielgruppen, die nicht so ganz mündige und erfahrene Konsumenten sind, nix Gutes bedeutet. Vor meinem inneren Auge erscheint Herr Zwegat von RTL, wackelt mit dem Kopf und klingelt an einer Haustür irgendwo in Berlin-Marzahn. Drinnen die übliche Hartz-IV-Familie mit drei Laptops, diversen TomTom-Navis und vier Mobilfunkverträgen pro Kopf. Vaddi trägt ne Uhr von André Belfort, reduziert von 1.439 auf 329 Euro. Getrunken wird vorzugsweise Oettinger. So schließt sich die mediale Verwertungskette.

Donnerstag, 3. April 2008

Süßes Video-Gift von den Öffentlich-Rechtlichen.

Warum nur jubeln so viele über den Deal, den die WAZ mit dem WDR in Sachen Online-Videos gemacht hat? Die WAZ darf künftig Videos aus dem WDR-Fundus eine Stunde nach TV-Ausstrahlung und zeitgleich mit der WDR-Mediathek im regionalen Online-Portal derwesten.de zeigen. Ohne Werbung, ungeschnitten und mit WDR-Logo. Einen ähnlichen Deal hatten das ZDF und sueddeutsche.de in Vorbereitung, die neuen Besitzer des Süddeutschen Verlags, die Südwestdeutsche Medienholding, zog aber die Bremse. Wie Hans-Peter Siebenhaar vom Handelsblatt weiß, haben die Mainzelmänner aber schon einen neuen Interessenten für ihre Video-Ware in petto.

Warum nur sind die Verlage so scharf auf die Videos der Öffentlich-Rechtlichen? Sie verwässern damit ihre Marken, sie unterbinden damit berechtigte Kritik, dass die Öffentlich-Rechtlichen mit Gebührengeldern ihre Online-Portale ausbauen, sie nehmen siche selbst den Antrieb, selbst mit Bewegtbild-Formaten zu experimentieren. Am Geld kann es nicht liegen. Es gibt genügend Hinterhof-Videofilmer im Netz, die quasi mit Null-Budget respektables leisten. Es muss wirklich große Panik und Ideenarmut in den Printhäusern herrschen.

Alles für lau bei glück tv.

Glück TVWas ist das nur für ein Sender? glück tv heißt er und liegt bei meinem Satelliten-Receiver da, wo früher Sat.1 war. Da ich seit einem Jahr nicht "dazu gekommen" bin, den doofen Receiver (Humax) neu zu programmieren sehe ich beim zappen jetzt also öfter glück tv. Dort preisen immer die gleichen blonden Damen und Herren Notebooks (meistens FujitsuSiemens), Navigationsgeräte (TomTom), Digicams, iPods (Nano), eine Nintendo Wii und jetzt gerade einen Motorroller an. Alles für null Euro. Man bekommt dazu noch zwei Handys Motorola Motofone F3.



Aha, der Haken muss also der Handyvertrag sein. Was ist das bloß für ein Teufelsvertrag, wenn die einem das ganze Elektrozeugs für lau hinterherschmeißen? Die Tussi sagt, der Vertrag kostet 15,39 Euro pro Monat inkl. 50 Freiminuten. Der Tarif ist laut Auskunft auf deren Website Vodafone 50 mit 24 Monaten Laufzeit und Verbindungspreisen "ab 41 Cent pro Minute". Eine SMS in deutsche Netze kostet 21 Cent. Das ist zwar nicht so billig wie neumodische No-Frills-Handy-Verträge wie Fonic, Simyo, klarmobil und Co., klingt aber auch nicht nach Abzocke.