Die Stimmung ist...ruhig. Das Marktforschungsunternehmen GfK meldet trotz Finanz-Horror ein stabiles Konsumklima bei den Deutschen. Bei Daimler, Opel und Co. stehen bald die Bänder still, aber es wird trotzdem weiter eingekauft. So ist es recht! Im November klettert das Konsumklima um voraussichtlich 1,8 Punkte. Damit bleibt es nach einem Anstieg von 1,9 Punkten im Oktober stabil wie ein Brett. Volkswirte haben vorher ausgerechnet, dass das Klima auf 1,5 Punkte sinkt. Na ja, wäre auch nicht so tragisch gewesen.
Am Wochenende war ich in Hamburg und was soll ich sagen: Es war alles knallvoll. Die protzige Europa-Passage am Jungfernstieg: Alle Geschäfte rammelvoll. Und die besten Gratis-Klos der Stadt! Die Leute haben nicht bloß geschaut, sondern Tüten rausgeschleppt. Gedrängel am Eisstand. Sonntagmorgens keinen freien Brunch-Platz mehr bekommen. Man hatte ja nicht reserviert. Krise? Nie gehört!
Wenn Tag für Tag via "Bild" der Einbruch der Apokalypse geweissagt wird, sitzt das Geld vielleicht besonders locker. Vielleicht verschwindet die Krise auch wieder so schnell, wie sie gekommen ist. Die Staaten geben halt ein paar hundert Milliarden an Sicherheiten, die Staatshaushalte werden ein bisschen gedehnt und es geht heiter weiter.
Posts mit dem Label Konsum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Konsum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 28. Oktober 2008
Montag, 21. Juli 2008
Die kommende Auto-Krise und Ultra-Mikro-Ökonomie.
Alle reden von der Immobilienkrise mit Fannie Mae und Freddie Mac... dabei steht die nächste Krise schon vor der eigenen Haustür. Es geht um die kommende Krise in der Automobil-Industrie. Bekanntlich eine, wenn nicht die Schlüsselindustrie in deutschen Landen. Und weil ich Anhänger der These bin, dass sich volkswirtschaftliche Entwicklung zuerst in klitzekleinen Konsumenten-Entscheidungen in den eigenen vier Wänden ankündigen, hier zunächst eine kleine Begebenheit aus dem persönlichen Umfeld: Neulich Besuch beim Steuerberater. Der klärt auf, dass man die aktuelle Steuerlast mindern könnte, wenn man innerhalb der nächsten drei Jahre ein Investitionsgut zum dienstlichen Zwecke anschafft, etwa ein neues Dienstfahrzeug. Dann kann man 40 Prozent des Anschaffungspreises steuerlich geltend machen, blablabla. Aber der Steuer-Irrsinn in diesem unserem Lande soll jetzt nicht das Thema sein. Wir halten nur fest: neues Auto innerhalb der nächsten drei Jahre könte einen gewissen steuerlichen Vorteil bringen. Zuhause dann die Sache besprochen mit der besten Ehefrau von allen (Copyright: E. Kishon). Die fasst sich aber nur an den Kopf: Beknackt, jetzt über ein neues Auto nachzudenken! Der hohe Benzinpreis! Alternative Antriebe abwarten! etc.pp. OK, Thema abgehakt. Wir fahren unseren Diesel-Touran weiter, bis er uns unter den Hinterbacken zusammenkracht.
Mikro-Ökonomische Botschaft an die Auto-Industrie: Mit unserer kleinen Mittelstandsfamilie macht ihr in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen Umsatz!
Abonnieren
Posts (Atom)