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Dienstag, 14. April 2009
Navigations-Macken bei Audi und Volkswagen
Die ganz große Auto-Krise ist ja Dank der Abwrack-Prämie erst einmal verschoben. Da bleibt Zeit, sich ein bisschen an den alltäglichen Macken der Produkte deutscher Qualitäts-Hersteller abzuarbeiten. Die Rede ist, einmal mehr, vom Volkswagen-Konzern. Ein guter Bekannter, vom Beruf Außendienst-Mitarbeiter (vulgo: Vertreter), berichtete von einer seltsamen Macke seines brandneuen Dienst-Passat. Das Navigationsgerät hatte sich aus heiterem Himmel aufgehängt. Das "Navi" ließ sich zwar noch ein- und ausschalten, reagierte aber auf keinen Tastendruck mehr. Seltsam daran war vor allem, dass sich das Gerät auch nach dem ein- und wieder ausschalten nicht erholte.
Mittwoch, 11. März 2009
Neues von Evil-Lidl: Opel Corsa und VW Polo im Online-Shop
Vor einiger Zeit hat Evil-Lidl seinen neuen Online-Shop gestartet. Jetzt nutzt der Schlingel unter den Discountern die Autokrise und wartet dort mit einem echten Coup auf. Man kann im Lidl Online-Shop entweder einen Opel Corsa oder einen VW Cross Polo kaufen. Der Opel kostet mit 60 PS 10.570 Euro, der VW Polo mit 80 PS 13.645 Euro. Das sind beim Opel 3.940 Euro unter dem Listenpreis und bei VW 4.775 Euro unter der Liste. Hinzu kommt natürlich die so genannte Umweltprämie von 2.500 von Vater Staat, falls man sein Altauto pflichtschuldig abwrackt. Wobei das mit der Abwrackprämie so seine Tücken hat, wie ich an anderer Stelle schon berichten durfte.
Mittwoch, 4. März 2009
Vom Versuch, einen Opel zu kaufen
Es geht einmal mehr um die Probleme der heimischen Auto-Industrie. Opel hängt bekanntlich am Tropf von General Motors und ist von der Pleite bedroht. Wenn, ja wenn Vater Staat, Mama Merkel und die lieben Steuerzahler den braven "Opelanern" nicht mit ein, zwei oder drei Milliarden beispringen. Soweit, so bekannt. Heute hatte ich das Vergnügen, mit einem guten Bekannten zu plaudern, der mit seine Erlebnisse am Opel-Point-of-Sale schilderte, als er und seine Freundin vor rund zwei Wochen einen Opel Corsa kaufen wollten. Vielleicht wird nach der Schilderung der kleinen Begebenheit klar, dass das Problem von Opel sich nicht einfach mit Geld lösen lassen wird.
Mittwoch, 21. Januar 2009
Probleme, die auf Volkswagen zurollen
Wirtschaftskrise = Autokrise. Ganz so einfach geht die Formel freilich nicht auf. Die Probleme der Autobranche reichen tiefer als die aktuelle Wirtschaftskrise vermuten lässt. Die Wirtschaftskrise deckt vielmehr gnadenlos die Defizite auf, die bei den Auto-Konzernen über Jahre hinweg unter den Teppich gekehrt wurden. Einige Hersteller sind dabei naturgemäß stärker betroffen als andere. An vorderster Front stehen die drei US-Autobauer General Motors, Chrysler und Ford. Über deren ignorantes bis arrogantes Management und über Jahrzehnte verfehlte Modellpolitik ließe sich vieles sagen. Ich möchte mich hier aber auf den deutschen Autobauer schlechthin konzentrieren: Volkswagen. Ich glaube, dass Volkswagen die ganz große Krise erst noch bevorsteht und dass es schlimm wird. Die Firma steuert auf einen Abgrund zu und die Verantwortlichen am Steuer denken sich: Bis hierhin lief's eigentlich ganz prima.
Dienstag, 4. November 2008
Werkstatt-Lotterie. Heute: das Audi-Autoradio
Echter Dialog neulich in der Mittagspause:
"Hab ich dir schon erzählt dass bei meinem Audi dass Radio kaputt war?"
"Neee..."
" Ja, es hat nicht mehr reagiert dann bin ich zum *Piiieeeep* (Name der Werkstatt)"
"Oh gott. Und?"
"Der Chef hat gesagt: Da kamma nix mehr machen, muss ein neues Gerät rein."
"Wie bitte?"
"Hab ich dir schon erzählt dass bei meinem Audi dass Radio kaputt war?"
"Neee..."
" Ja, es hat nicht mehr reagiert dann bin ich zum *Piiieeeep* (Name der Werkstatt)"
"Oh gott. Und?"
"Der Chef hat gesagt: Da kamma nix mehr machen, muss ein neues Gerät rein."
"Wie bitte?"
Montag, 20. Oktober 2008
VW und der Saugrohrklappenmotor
Ich fahren einen Volkswagen Touran. Das Auto ist knapp fünf Jahre alt und somit jenseits jeder Garantie oder Gewährleistung oder Kulanz. Es handelt sich bei dem Wagen um ein deutsches Premium-Produkt eines Auto-Herstellers, der auf "Wertigkeit" besonderen Wert legt und der nach eigenen Werbe-Aussagen, "Das Auto" fabriziert. Mittlerweile bin ich von "Dem Auto" allerdings ziemlich enttäuscht. So ein modernes Auto ist vollgestopft mit Elektronik, zur Wartung wird erstmal der Laptop angeschlossen usw. alles bekannt, gut und schön. Aber wie viele Motoren und Sensoren so eine Karre wirklich hat, das merkt man erst einmal, wenn die alle der Reihe nach kaputtgehen. Bei mir blinkte neulich im Cockpit die Motoren-Warnlampe und der Bordcomputer meldete: "Abgas!". Also pflichtschuldigst zur Werkstatt gedüst. Diagnose: Saugrohrklappen-Motor defekt. Was, bitte, ist das denn?
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Was Volkswagen mit "Wertigkeit" meint
Ach, Volkswagen. Es ist so eine Liebe-Hass-Beziehung zu diesem wohl deutschsten aller Autokonzerne. Wir fahren unseren VW Touran nun knapp fünf Jahre und eigentlich ist es ein gutes Auto. Eigentlich. Neben zahlreichen sauteuren Reparaturen in der jüngeren Vergangenheit (der Wagen ist knapp fünf Jahre alt) sind es vor allem Materialmängel und Verarbeitungsschlampereien, die mich so ein ganz klein wenig stören.
[photoxhibit=2]
Vor allem, als mit ein aktuelles, sehr hochglänzenden Prospekt von Volkswagen aus der aktuellen Tageszeitungen entgegengefallen kam. "Wertigkeit neu erleben" steht da. Innen sind großformatige Nahaufnamen von edlen Ledersitzen, dem Gang-Knüppel, dem Tachometer usw. Alles garniert mit schönen Sprüchen aus dem Marketing-Handbuch für die automobile Emotion.
"Mehr als 200 Milliarden Nervenzellen entgeht nichts. Deshalb verwenden wir nur hochwertige Materialien."
Ja, ihr Rindviecher! Und warum habt ihr das damals bei meinem Touran nicht gemacht, nur "hochwertige Materialien verwendet. Im Innenraum schabt sich nämlich ganz ohne Fremdeinwirkung das Leder ab, das den Gang-Knüppel ummantelt. Sieht hässlich aus. Auch der Kunststoff der Türgriffe hat hässliche Placken bekommen. Ohne dass Kind oder Hund oder Fahrer was dafür können.
"Der Tastsinn spürt Unebenheiten von 0,01 Millimetern. Deshalb kennen wir bei der Verarbeitung null Komma null Toleranz."
Schön, aber vor allem gewisse Herren in einer gewissen VW-Werkstatt kannten bei so mancher Inspektion vor allem null Komma null Rücksicht und haben die Stege des Lenkrad unfein zerkratzt. Die ursprünglich kleinen, kaum sichtbaren Kratzer haben inzwischen Blasen geworfen und das ganze Lenkrad befallen.
Ach VW. Wenn Du Deine Werbesprüche doch mal ein kleines bisschen mit der wirklichen Welt da draußen in Deckung bringen würdest.
Montag, 21. Juli 2008
Die kommende Auto-Krise und Ultra-Mikro-Ökonomie.
Alle reden von der Immobilienkrise mit Fannie Mae und Freddie Mac... dabei steht die nächste Krise schon vor der eigenen Haustür. Es geht um die kommende Krise in der Automobil-Industrie. Bekanntlich eine, wenn nicht die Schlüsselindustrie in deutschen Landen. Und weil ich Anhänger der These bin, dass sich volkswirtschaftliche Entwicklung zuerst in klitzekleinen Konsumenten-Entscheidungen in den eigenen vier Wänden ankündigen, hier zunächst eine kleine Begebenheit aus dem persönlichen Umfeld: Neulich Besuch beim Steuerberater. Der klärt auf, dass man die aktuelle Steuerlast mindern könnte, wenn man innerhalb der nächsten drei Jahre ein Investitionsgut zum dienstlichen Zwecke anschafft, etwa ein neues Dienstfahrzeug. Dann kann man 40 Prozent des Anschaffungspreises steuerlich geltend machen, blablabla. Aber der Steuer-Irrsinn in diesem unserem Lande soll jetzt nicht das Thema sein. Wir halten nur fest: neues Auto innerhalb der nächsten drei Jahre könte einen gewissen steuerlichen Vorteil bringen. Zuhause dann die Sache besprochen mit der besten Ehefrau von allen (Copyright: E. Kishon). Die fasst sich aber nur an den Kopf: Beknackt, jetzt über ein neues Auto nachzudenken! Der hohe Benzinpreis! Alternative Antriebe abwarten! etc.pp. OK, Thema abgehakt. Wir fahren unseren Diesel-Touran weiter, bis er uns unter den Hinterbacken zusammenkracht.
Mikro-Ökonomische Botschaft an die Auto-Industrie: Mit unserer kleinen Mittelstandsfamilie macht ihr in den nächsten fünf bis zehn Jahren keinen Umsatz!
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