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Samstag, 26. September 2009

Indianerehrenwort.com - Marketing-Mummenschanz vom Stamm der Deutschen Telekom

Die Telekomiker und ihre Schergen werden immer dreister. Nicht nur, dass im Abstand von ungefähr drei Monaten immer wieder neue Callcenter-Amöben hier anrufen und mir einen neuen DSL-Vertrag aufschwatzen wollen obwohl ich schon ein dutzendmal gesagt habe, die sollen bleiben wo der Pfeffer wächst et cetera pp. Jetzt bekam ein Nachbar einen scheinbaren Privatbrief ins Haus geschickt. Absender eine gewisse K. Reiche aus Bonn. Absender- und Empfängeradresse waren agenscheinlich handschriftlich verfasst.

Im Brief war lediglich eine künstlich auf alt gemachte Karte. Darauf stand nichts außer der geheimnisvollen Internetadresse:
www.indianerehrenwort.com/kasuppke22

Wobei im Original statt "Kasuppke" der echte Nachname meines Nachbarn dastand, den ich hier aus Anonymisierungsgründen abgeändert habe. Die betreffende Internetadresse mit dem Indianderehrenwort angesteuert hab es eine seltsame Website mit Indianer-Schattenrissen und einen Holztafeln, mit platten Sprüchen drauf. Zunächst die Begrüßung:
Hugh Herr Kasuppke,

schön, dass Sie vorbeischauen. Das ist Häuptling Flinke Feder. Er möchte Ihnen eine Nachricht übermitteln und sucht dringend ihren Rat.

Zweimal weitergeklickt, sieht der Bildschirm dann so aus:

screen-capture-32

Hier fällt zum ersten Mal das Wort "DSL-Anbieter". Noch einen Klick weiter:

screen-capture-34

Besonders schön ist die Formulierung
Ich möchte vom Stamm der Deutschen Telekom angerufen und zu den Komplettpaketen von T-Home beraten werden.

Klickt man stattdessen auf "Danke, ich brauche kein DSL" geben sich die Telekomiker erstmals richtig zu erkennen:

screen-capture-35

Aufgeführt hat diesen Marketing-Mummenschanz die Leipziger Werbeagentur Wohlfahrt auf die auch die Internetadresse www.indianerehrenwort.com registriert ist. Steuert man die Website ohne den entsprechenden Namen von der Karte an, kommt man freilich nicht weiter.

Jetzt aber mal im ernst, liebe Telekom: Was soll das? Haltet Ihr es für eine gute Idee, Werbebriefe zu verschicken, die arglose Leute vielleicht für einen Privatbrief halten könnten? Und dann gebt Ihr Euch ewig nicht zu erkennen und wer beim Klicken nicht genau aufpasst erteilt auch noch die Erlaubnis auf viele viele Anrufe aus der Callcenter-Ursuppe. Für diese hanebüchene Online-Bauernfängerei werdet Ihr irgendwann in der Direktmarketing-Hölle schmoren. Darauf, liebe Telekomiker, ein großes Indianerehrenwort. Hugh!

Donnerstag, 11. Juni 2009

Wie blöd sind eigentlich Adressen-Sammler?

Antwort auf obige Frage: ziemlich. Zumindest manche. Anruf im trauten Heim, Rufnummer unterdrückt. Das lässt heutzutage nur noch zwei Möglichkeiten zu:

  1. unseriöses Tele-Marketing

  2. Anruf der Mutter


Alle anderen lassen mittlerweile ihre Rufnummer anzeigen. Aber natürlich handelte es sich um Fall 1. Unter dem Deckmantel einer "Meinungsumfrage" wird gefragt:
"Halten Sie es für richtig, wenn ungesunde Lebensmittel gekennzeichnet werden?"

Was ist das bitte für eine Frage? Nein, natürlich soll ungesunder Krempel überhaupt nicht gekennzeichnet werden, wo kämen wir denn da hin!? Man muss wirklich keinen Abschluss in empirischer Sozialwissenschaft haben, um zu erkennen, dass eine solche Fragen ebenso dämlich wie sinnlos ist. Die Frage hat eine ähnliche Qualität wie jene, die einem ab und zu von diesen latent aggressiven Tierschützern in Fußgängerzonen gestellt werden: "Sind Sie eigentlich gegen Tierversuche?"

Der wahre Grund des Anrufs war natürlich die anschließende Frage nach der Adresse. Wie jämmerlich, liebe Adresssammler. Beim nächsten Mal gebt Euch doch wenigstens ein bisschen mehr Mühe.

Montag, 27. April 2009

World Children's Fund: Bettelbriefe mit Rosenkranz

World Children's Fund



Es ist kein neues Phänomen: Private Hilfs-Organisationen wie der World Children's Fund sammeln mit unseriösen Bettelbriefen Geld ein, vorzugsweise bei älteren Leuten. In jüngster Zeit sind bei uns im Hause zahlreiche solcher Bettelbriefe verschiedener Organisationen eingegangen, allesamt an ein älteres Haushalts-Mitglied gerichtet. Gemeinsames Merkmal der Bettelbriefe: Es wurde ein Rosenkranz oder ein Kruzifix beigelegt. Dazu gab es Faltblätter mit hungernden schwarzen Kindern, die aus großen Augen in die Welt schauen und eindringliche Aufrufe, doch jetzt bitteschön zu spenden.

Besonders perfide ist das in Schreibschrift gedruckte Post Scriptum des Bettelbriefes:

Mittwoch, 22. April 2009

Arcandor gehört zerschlagen




[caption id="" align="alignleft" width="224" caption="Schön wär's..."]Schön wärs...[/caption]

Der Niedergang der Firma mit dem grässlichen Kunstnamen Arcandor, die früher mal KarstadtQuelle hieß, lässt sich offenbar nicht mehr aufhalten. Die neue Strategie von Vorstandschef Karl-Gerhard Eick ist mit fragwürdig noch unzureichend beschrieben. Was will er machen? Er will die drei Luxus-Kaufhäuser Kadewe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München verkaufen und sich auf das "Konsumfeld der Mitte" konzentrieren. Die kleineren Häuser wurden unter dem Namen Hertie ja bereits abgestoßen und befinden sich mittlerweile in der Insolvenz.

Gerade erst wurden Millionen in den Umbau des Karstadt-Hauses Oberpollinger in der Münchner Fußgängerzone gepumpt - jetzt soll das Haus verkauft werden. Was soll das? Mal ganz abgesehen davon, dass die Luxus-Sanierung des Oberpollinger eh eine blöde Idee war. Die Prada- und Gucci-Kundschaft in München wird weiter in der Maximilians- und Theatinerstraße shoppen und kaum am Stachus der U-Bahn entsteigen, um im Oberpollinger einzukaufen. Oberpollinger ist von der Lager her halt eher Oberprollinger. Kadewe und Alsterhaus haben dagegen eine Tradition als Luxus-Einkaufstempel und werden sicher auch gute Käufer finden. Kein Wunder, dass die Belegschaft des Kadewe eher froh ist, dass das irrlichternde Arcandor-Management sie nun los sein will. Mit neuen Besitzern (Scheichs vielleicht?) kann es nur besser werden.

Freitag, 17. April 2009

Immer weniger wollen bei Burger King essen - warum nur?



Mitte der Woche gab es die Meldung, dass der Fast-Food-Kette Burger King die Kunden davonlaufen - vor allem in Deutschland. Weltweit lag im 1. Quartal 2009 der Burger-King-Umsatz bei rund 600 Mio. Dollar, was einem Zuwachs von einem Prozent im Vergleich um Vorjahr entspricht. Das Mini-Plus kommt aber nur durch netto 355 neue Filialen zustande. Hierzulande muss Burger King ausgerechnet die Vorzeige-Filiale am Münchner Flughafen aufgeben. Nachmieter ist ab November... McDonald's. Der wahre Burger-König McDonald's hat seine Quartalsergebnisse für nächsten Mittwoch angekündigt. Sie dürften deutlich besser ausfallen.

Mittwoch, 18. März 2009

Bionade Quitte: die neue Sorte ist da!



Jetzt bringt Bionade endlich seine neue Sorte auf den Markt: Quitte! Nach Holunder, Orange-Ingwer. Litschi und Kräuter die fünfte Sorte der erfolgreichen Bio-Limo-Brauer aus der Rhön. Witzig: Die Marktforschung hat den Bionade-Brauern von der Quitte abgeraten. Kennt, keiner und wenn, dann findet sie fast jeder eher nun ja...

Quitten-Gelee mag ja noch ein Begriff sein, aber Quitte. Bionade hat daraus gleich eine Attitude gemacht. "Wir machen es trotzdem" lautet der Claim der sehr witzigen Kampagne, die die Agentur Kolle Rebbe aus Original-Mitschnitten von Marktforschungs-Interviews zusammengeschnitten hat. Lieblingszitat: "Also, wenn Krieg wäre und es gäbe nichts anderes, würde ich auch das essen..." Großes Spot-Kino:







gefunden via: Off the Record

Mittwoch, 11. März 2009

Media Markt: "Nimm 4 zahl 3" - verdiene Null

media markt



30 Jahre Media Markt. Ein Grund zum Feiern, dachten sich die lärmenden Marketing-Strategen des Elektro-Angrabbel-Hauses und riefen die Aktion "Nimm 4, zahl 3" ins Leben. Die Idee hinter dem so genannten "Gruppentarif": Wer vier Produkte kauft, bekommt das billigste umsonst. Umtausch ausgeschlossen außer bei Sachmängeln, die Aktion läuft noch bis zum 14. März. Nun mag man sich gedacht haben, dass der einzelne Kunde vielleicht nicht unbedingt, einen Flachbildfernseher, einen Kühlschrank, einen High-End-Computer und auch noch, sagen wir mal, eine Hifi-Anlage rausschleppt. Denn immerhin ist nur das billigste Produkt umsonst. Also vielleicht noch: eine Spindel mit CD-Rohlingen für 9,99 Euro? Doch diese Aktion kann den Media Markt diesmal teuer zu stehen kommen, denn die Marketing-Dödel haben die Vernetzungsmöglichkeiten unterschätzt, die das Internet der Kundschaft bietet.

Freitag, 20. Februar 2009

Foodwatch lässt "Goldenen Windbeutel" wählen

Foodwatch ist diese lobenswerte Organisation des Ex-Greenpeace-Chefs von Deutschland, Thilo Bode. Foodwatch hat sich auf die Fahnen geschrieben, die miesen Marketing-Maschen der Lebensmittel-Industrie zu entlarven. Vor allem irreführende Etiketten und Werbetricks werden angeprangert, bei denen fragwürdige, oft extrem zuckerhaltige Industrieprodukte als leichtgewichte Wellness- und Bio-Wundermittel angepriesen werden. Um ein wenig PR-Wirbel in eigener Sache zu machen, ruft Foodwatch auf der Website www.abgespeist.de nun zur Wahl des "Goldenen Windbeutels" auf. Ein Negativ-Preis mit dem die dreisteste Werbe-Lüge bei Lebensmitteln gegeißelt werden soll. Nominiert sind:

Donnerstag, 19. Februar 2009

Was Spitzenköche von der Nintendo DS Lite lernen

[caption id="" align="aligncenter" width="500" caption=""Kochen kann wirklich jeder. Mit den richtigen Zutaten und der richtigen Anleitung kann sogar ich eine Zucchini schneiden.""]henssler[/caption]

Steffen Henssler ist TV-Koch und Chefkoch im Hamburger Edel-Restaurant Henssler & Henssler, in dem für sehr viel Geld sehr leckere Suhi zubereitet werden. Jetzt hat der Mann auch einen Werbevertrag an Land gezogen und zwar für die an sich lobenswerte Handheld-Konsole Nintendo DS Lite, beziehungsweise für das Nintendo DS "Spiel" "Kochkurs: Was wollen wir heute kochen?". Genau genommen ist das gar kein Spiel, sondern eine Koch-Software. Die DS Lite, so die Idee, ist so klein, die kann man prima in der Küche vor sich hinstellen und zuschauen, wie auf den Fizzel-Bildschirmchen vorgekocht wird. Man kann Rezepte aufrufen, Einkaufslisten zusammenstellen etc. pp.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Top-Werbe-Frau Karen Heumann arbeitet zuviel und kauft zu wenig ein

Karen Heumann, Deutschlands Vorzeige-Werbedame aus dem Vorstand der Hamburger Werberei Jung von Matt, hat den Werbebloggern ein langes Interview gegeben. Mir ist dabei folgende Aussage besonders aufgefallen:
Frau Heumann wies im Gespräch darauf hin, dass Menschen, die in Vollbeschäftigung seien, vermutlich kaum Zeit hätten, sich in Blogs und Foren zu tummeln, die große Mehrzahl sei nach wie vor eher bereit, sich abends nach Feierabend vor den Fernseher zu setzen.

Ich denke, hier schätzt Frau Heumann den Konsumenten falsch ein. Vielleicht muss sie auch die Sicht einer Vertreterin der klassischen Werbung beibehalten. Meiner unmaßgeblichen und lediglich im Bekannten- und Freundeskreis gestützten Beobachtung zufolge, tummeln sich sehr viele Vollbeschäftigte in Foren. Falls man die Amazon-Kundenkommentare als Foren durchgehen lassen kann. Und jetzt folgende Erkenntnis, womöglich shocking für Frau Heumann: Nicht wenige Vollbeschäftigte tun dies während (!) der Arbeitszeit. Jaja, die stöbern dann während (!) der Arbeitszeit kurz in Preissuchmaschinen oder Amazon-Kommentaren und bestellen schnell was. Es soll sogar Zeitgenossen geben, die sich den Kram dann direkt an die Firmenadresse schicken lassen. Geht natürlich nur bei super-lockeren Arbeitgebern.

Aber nichtsdestotrotz: Ich habe den Einruck, dass es genau diese Vollbeschäftigten sind, die eine flexible Abendgestaltung schätzen und sich ihre Serien, Filme, Dokus oder wasauchimmer lieber auf DVD anschauen. Wann Sie wollen und, vor allem, ohne Werbung. Firmen wie Jung von Matt verdienen ihr Geld mit Werbung fürs Fernsehen oder für Print-Produkte. Die Amazons dieser Welt brauchen keine Werbe-Agenturen. Zwei Welten, die sich nicht verstehen.

Montag, 13. Oktober 2008

Ach wie süß: Lidl macht Fernsehwerbung

Lidl - der ganz böse Bube unter Deutschlands Disountern. Erst die üble Kiste mit der Mitarbeiter-Bespitzelung, dann die Brötchen-Affäre, aufgedeckt von Günther Wallraff. PR-Debakel-Auftrit von Lidl-Aufsichtsrat Klaus Gehrig bei Kerner. Jetzt will Lidl endlich auch wieder ein paar Streicheleinheiten - und gibt die sich gleich selbst. Lidl hat erstmals einen Image-TV-Spot produziert. Und was soll man sagen - der Spot ist gut. Spießer Alfons moniert zwar, dass der Spot sein Ziel (verkaufen, verkaufen, verkaufen) verfehlt, was stimmen mag. Aber wer den Spot anschaut (wie ich z.B. oder der Werbeblogger), der mag das kleine Filmchen sehr nett finden. Das erinnert ein bisschen an die Merci-Werbung ("Merci, dass es dich gibt."), in der ebenfalls kleine Alltagsgeschichten mit Herzwärm-Faktor erzählt wurden.

Beim Lidl-Spot treten die Produkte schon arg in den Hintergrund, aber das lag sicher in der Absicht der Macher. Am Ende steht dann sowas wie der Aha-Effekt: Ach, so böse kann der Lidl doch gar nicht sein. Als Image-Spot finde ich das gut, als Verkaufs-Spot natürlich auch nicht. Aber da gibt es ja andere Mittel, nämlich die Prospekte im Zeitungsrohr und die Anzeigen in der "Bild".

Hier nun der Spot:



Zum Vergleich - die Merci.-Werbung von 1992(!):

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Was Volkswagen mit "Wertigkeit" meint

Deckblatt Prospekt



Ach, Volkswagen. Es ist so eine Liebe-Hass-Beziehung zu diesem wohl deutschsten aller Autokonzerne. Wir fahren unseren VW Touran nun knapp fünf Jahre und eigentlich ist es ein gutes Auto. Eigentlich. Neben zahlreichen sauteuren Reparaturen in der jüngeren Vergangenheit (der Wagen ist knapp fünf Jahre alt) sind es vor allem Materialmängel und Verarbeitungsschlampereien, die mich so ein ganz klein wenig stören.

[photoxhibit=2]

Vor allem, als mit ein aktuelles, sehr hochglänzenden Prospekt von Volkswagen aus der aktuellen Tageszeitungen entgegengefallen kam. "Wertigkeit neu erleben" steht da. Innen sind großformatige Nahaufnamen von edlen Ledersitzen, dem Gang-Knüppel, dem Tachometer usw. Alles garniert mit schönen Sprüchen aus dem Marketing-Handbuch für die automobile Emotion.
"Mehr als 200 Milliarden Nervenzellen entgeht nichts. Deshalb verwenden wir nur hochwertige Materialien."



Ja, ihr Rindviecher! Und warum habt ihr das damals bei meinem Touran nicht gemacht, nur "hochwertige Materialien verwendet. Im Innenraum schabt sich nämlich ganz ohne Fremdeinwirkung das Leder ab, das den Gang-Knüppel ummantelt. Sieht hässlich aus. Auch der Kunststoff der Türgriffe hat hässliche Placken bekommen. Ohne dass Kind oder Hund oder Fahrer was dafür können.
"Der Tastsinn spürt Unebenheiten von 0,01 Millimetern. Deshalb kennen wir bei der Verarbeitung null Komma null Toleranz."

Schön, aber vor allem gewisse Herren in einer gewissen VW-Werkstatt kannten bei so mancher Inspektion vor allem null Komma null Rücksicht und haben die Stege des Lenkrad unfein zerkratzt. Die ursprünglich kleinen, kaum sichtbaren Kratzer haben inzwischen Blasen geworfen und das ganze Lenkrad befallen.

Ach VW. Wenn Du Deine Werbesprüche doch mal ein kleines bisschen mit der wirklichen Welt da draußen in Deckung bringen würdest.

Montag, 22. September 2008

Vorzügliche Produkte: Coca Cola

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Das ist in manchen Kreisen eher nicht so gerne gesehen, aber ich liebe Coca Cola. Die schwarze Brause mit Koffein und natürlich ausschließlich in der zuckerhaltigen Classic-Variante. Das Light- und Zero-Zeug ist was für Whimps. Eine schöne kalte Cola - unübertroffen. Ein halber Liter Cola hilft mir zuverlässig bei Kopfschmerzen oder Übelkeit. Gerade erst habe ich in dem "Lecker"-Rezept-Heftchen gelesen, dass ein halber Liter Cola in den Abfluss gekipp auch leichte Verstopfungen (im Abfluss) lösen kann. Fantastisch! Sollte der Abfluss mal verstopft sein, weil man sich nach heftigem Zuspruch zu alkoholischen Getränken entsprechend erleichtern musste : Ein halber Liter Cola in die Birne, ein halber Liter Cola in den Ausguss - fertig. Welches andere Getränk brächte so etwas fertig?

Coca Cola ist auch ein Kulturgut. Keine andere Marke steht so für den westlichen Way of Life. Amerika, Freiheit, Kapitalismus. Toll. Man kann ins hinterletzte Eck der Welt fahren und findet immer irgendwo den elegant geschwungenen Schriftzug von Coca Cola. Die kleine Coca-Cola-Glas-Flasche ist zudem eine geradezu klassische Schönheit.

Montag, 9. Juni 2008

Shell verkauft Autofahrer für dumm.

diesel

Die aktuellen Kraftstoffpreise sind schwindelerregend. Seit einiger Zeit kostet Diesel fast überall genauso viel wie Benzin. Okay, muss man mit leben. Aber dass der Öl-Multi Shell uns Kunden das auch noch als besonders toll verkaufen will, ist schon reichlich dreist. Obige Werbetafel wurde unlängst an einer Shell-Tanke gesichtet. "Bis zu 552 km weiter fürs gleiche Geld", steht da drauf. Offenbar eine Anspielung darauf, dass Diesel-Motoren in der Regel weniger verbrauchen als Benzin-Motoren. Das stimmt zwar, war aber bisher auch schon so. Treffender wäre also die Aussage: "Bis zu 552 km weiter für deutlich mehr Geld als bisher." Und der Hinweis: Der Kauf von Fahrzeugen mit Diesel-Motoren lohnt nicht länger. So aber ist diese Werbung nur eines: frech. Für dumm verkaufen lässt man sich als Kunde nicht so gerne.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Lidl: Der Angriff der Sonder-Werbeform auf die Online-Welt.

Hilfe! Lidl und die Medien, das entwickelt sich zu einer Liebe-Hass-Beziehung. Wobei die Liebe offenbar eher käuflicher Natur ist. Lidl hat ja was Publicity und Image angeht derzeit das eine oder andere Problem. Lidl ist aber auch einer der größten Anzeigenkunden der "Bild"-Zeitung. Der Mitarbeiter-Bespitzelungs-Skandal wurde bei der "unanbhängigen" Bild klitzeklein abgefeiert. Ob es einen Zusammenhang gibt - man weiß es nicht. Kurz vor Muttertag schaltet Lidl jedenfalls wieder fleißig bei "Bild Online". Und in der gedruckten "Bild" war eine ganzseitige Anzeige (nicht billig), die wortreich erklärte, warum Lidl in Wahrheit doch ganz toll ist. Mit freundlichem Verweis auf die Mitarbeiter-Initiative "Wir arbeiten gerne bei Lidl". Die Initiative wurde von Andreas Kunze, dem Leiter einer Lidl-Filiale in Karslruhe ins Leben gerufen, der sich und seine Kollegen durch die anhaltende Negativ-Berichtersattung angeprangert fühlt.

Freitag, 18. April 2008

Überraschung: Kriegsgräberfürsorge verkauft keine Hamburger, Waschmaschinen und Autos.

Keine HamburgerAuf ICE-Reiseplänen lächeln sie einem entgegen: Mitarbeiterinnen der Bundesgeschäftsstelle des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Damen geben sich als Models für die aktuelle Kampagne des Volksbunds her, die rätselhaft sein soll und aufrütteln will. Tatsächlich ist die Kampagne bescheuert und unpassend. Der Spruch auf den Anzeigen lautet stets "Wir verkaufen keine...". Keine Hamburger, keine Autos, keine Pullover. Stattdessen was zu kaufen soll man für die Kriegsgräberfürsorge spende, denn: "Frieden kann man nicht kaufen", blablabla. Was soll uns das sagen? Dürfen wir jetzt nicht mehr in einen Burger beißen ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, nix für die Kriegsgräber gespendet zu haben? Das kann man doch alles gar nicht vergleichen! Zu den Motiven wurden auch Videos produziert, die die missratene Kampagne zu allem Überfluss mit süßlichem 08/15-Lounge-Gedudel überzieht. Nee, Leute, so nicht. Da kauf ich mir lieber eine Fleischkäs-Semmel!

Doof: Waschmaschinen verkaufen die auch nicht:

Freitag, 11. April 2008

Gebrauchsanweisung für Telefon-Spam

Anruf von einem Telefon-Spammer. Rufnummer, selbstverständlich, unterdrückt.

"Hallo, hier spricht xy aus Lugano. Zu Ihnen unterwegs ist ein Paket herrlichen Weines. Sie möchten doch sicher wissen warum..."

"Bestimmt, weil Sie mir was verkaufen wollen."

"Nein, nein, hören Sie bitte zu..."

"Sie hören mir jetzt Mal zu: Unaufgeforderte Werbe-Anrufe sind illegal, das wissen Sie genau. Darum haben Sie auch Ihre Rufnummer unterdrückt. Sie werden mir oder jemanden aus diesem Haushalt auf diese Weise niemals Irgendetwas verkaufen. Also löschen Sie meine Daten und rufen Sie hier nie wieder an. Alles klar?"

"Alles klar."

KLACK!

Tuuut. Tuuut.

Der einzige Weg, mit mit diesen Brüdern umzuspringen. Leider rufen fast nur noch Automaten an.