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Freitag, 24. April 2009

Kassenbarometer 2009: Aldi hat die schnellste Kasse

Aldi hat nach wie vor die schnellste Kasse. Das geht aus der Studie Kassenbarometer 2009 für die Region Niederrhein des Marktforschungsunternehmens eMatrix hervor. Für die Studie wurden zwischen Dezember 2008 und Februar 2009 300 Testkäufe durchgeführt, u.a. bei Aldi Süd, Lidl, Edeka und Real. Aldi-Kassen waren dabei im Durschnitt um 17 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte. Bei 920 Kunden pro Tag und Filiale ergibt das einen Unterschied von 100 Arbeitsstunden pro Monat und Filiale. Auch bei den Kosten und der Effizienz ist es im Discounter-Geschäft also das Kleinvieh, das den Mist macht.

Freitag, 13. März 2009

Pangasius - der traurige Volksfisch aus Vietnam



Wenn jemand vor, sagen wir mal, fünf Jahren an einer x-beliebigen deutschen Fischtheke nach einem Pangasius-Filet gefragt hätte, wie hätte die Fischfachverkäuferin da wohl geschaut? Ziemlich ratlos vermutlich. Seit  ungefähr drei Jahren ist der Pangasius als Speisefisch buchstäblich in aller Munde. Das Fleisch ist weiß, hat wenige bis keine Gräten,  ist billig. Mancher Kunde mag sich einen kurzen Moment lang gefragt haben, woher er denn auf einmal kommt, dieser Pangasius, von dem man vorher noch nie was gehört hat. Und warum er auf einmal neben den alten fischigen Bekannten Lachs, Seelachs, Thunfisch und Scholle in der Auslage der örtlichen Nordsee-Filiale rumliegt und in jedem dritten Restaurant als günstiger Mittags-Fisch feilgeboten wird. Meistens zuckt man mit den Schultern, bestellt und freut sich, dass er so gut und günstig ist, der Pangasius.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Mehrpreis für Menschenwürde: 20 Cent

Vor wenigen Tagen schrieb ich über eine Studie, die das Südwind-Instituts zum Thema “Arbeits- und Frauenrechte im Discountgeschäft - Aldi Aktionsware aus China” gemacht hat. Ich habe das Thema zum Anlass genommen, die Autorin der Studie zu interviewen. Ingeborg Wick ist bei dem Institut zuständig u.a. für Sozialstandards im Welthandel und Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie. Mich interessiert an dem Thema vor allem die Verantwortlichkeit der westlichen Industrienationen aber auch der einzelnen Konsumenten. Der Kunde befindet sich in einem Dilemma: Entweder er unterstützt durch seine Konsum ausbeuterische Verhältnisse in fremden Ländern oder er wendet sich teilweise obskuren mit sehr viel Weltanschauung aufgeladenen Öko-Produkten zu. Umso ärgerlicher ist das Ganze, wenn man sich vorhält, was es jeden Einzelnen kosten würde, würden z.B. Arbeiterinnen in Kleiderfabriken in Entwicklungsländern halbwegs ordentlich bezahlt: Der Mehrpreis für menschwürdige würdige Arbeitsbedingungen würde bei einem 20 Euro teuren T-Shirt auf rund 20 Cent betragen.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Südwind-Studie: Wie es bei Aldi-Zulieferern in China zugeht

Arbeiterinnen in China



Das Südwind-Institut aus Siegburg hat gerade eine Studie zu den Arbeitsbedingungen Zulieferbetrieben von Aldi in China herausgegeben (obiges Foto habe ich aus der Studie entnommen). Die Studie legt den Finger in eine Wunde der westlichen Konsumgesellschaft: Alle wissen im Prinzip, dass es nicht ohne ethisch fragwürdige Arbeitsbedingungen funktionieren kann, wenn ein Discounter Schuhe, Jogging-Klamotten oder sonstwas für ein paar Euro fuffzig auf den Markt haut. Trotzdem kaufen wir dort ein. Ingeborg Wick ist für die Südwind-Studie "Arbeits- und Frauenrechte im Discountgeschäft - Aldi Aktionsware aus China" dorthin gegangen wo die Ware herkommt, mit der wir Westeuropäer uns gerne und günstig einkleiden: ins Perlflussdelta nach China.

Dienstag, 20. Januar 2009

Konsum-TV: Ein Schnitzel, das aus dem Toaster kam

Toasty



Schon lange wollte ich es probieren, auch wenn es eigentlich pervers ist: ein Schnitzel aus dem Toaster. Als diese vermeintlich abscheuliche Abart des so genannten Conveniece-Food erstmals aufkam, dachten einige Zeitgenossen noch an einen üblen Scherz der zynisch gewordenen Nahrungsmittel-Multis. Mittlerweile ist das Schnitzel aus dem Toaster salonfähig geworden. Vor allem Männer hauen sich, wie man hört, nachts gerne mal ein Schnitzel in den Toaster. Kinder sollen auch drauf stehen. Bei uns zu Hause haben wir diese Büchse, bzw. Pappschachtel der panierten Pandora freilich noch nicht geöffnet. Nur einmal hier. Zu Test-Zwecken. Ich hatte nur die allerschlimmsten Erwartungen. Pappfleisch, trocken, eklig, zäh. So sollte es schmecken, das Toasty-Schnitzel aus der Aldi-Tiefkühlabteilung. Doch es wurde, wenn schon keine Offenbarung, so doch eine Überraschung. Sehen Sie selbst:





Freitag, 21. November 2008

Evil-Lidl: Der Wingdings-Beweis

Oh mein Gott. Eben erst das folgende Video beim Clap-Club entdeckt. Sehr aufschlussreich. Wenn man die Buchstaben "LIDL" in die Schriftart Wingdings umwandelt...aber seht selbst.

Link: Clap-Clip: Geheime Botschaften bei LIDL entdeckt



"Aldi" in Wingdings umgewandelt ergibt übrigens folgendes:

Aldi_Wingdings

Donnerstag, 6. November 2008

Aldi als Shopping-Oase

Wer hätte das gedacht.Die Marketing-Fachzeitschrift "Horizont" hat eine Umfrage nach dem Shoppingspaß in Auftrag gegeben. Erstaunliches Ergebnis: Mit einigem Abstand wird das Einkaufserlebnis bei der Discounter-Kette Aldi als als besonders angenehm empfunden (26,9 Prozent). Dahinter folgt mit einigem Abstand der markenorientierte Supermarkt Edeka mit 22,2 Prozent Zustimmung. Und es ist keineswegs so, dass nur die Einkommensschwachen sich bei Aldi wohlfühlen. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1500 und 3000 Euro führt Aldi mit 27,7 Prozent ebenfalls die Liste an. Lediglich bei Haushaltseinkommen über 3000 Euro landet Aldi mit 17,4 Prozent auf einem immer nochrespektablen dritten Platz hinter Rewe (25,2 Prozent) und Edeka (19,2 Prozent). Diese Umfrage stärkt die These, dass sich Aldi mittlerweile selbst zu einer veritablen Marke entwickelt hat. Und das ganz ohne Image-Werbung.



Dienstag, 4. November 2008

Discounter im Preissenkungs-Rausch

Nach Penny haben nun auch die Erzkonkurrenten und Marktführer Aldi und Lidl massive Preissenkungen angekündigt. Was soll das? Lebensmittel in den Discountern waren doch schon bisher schweinebillig. Meiner Meinung nach sind viele Lebensmittel sogar eher zu billig. Wir sollten vielmehr dazu kommen, dass Lebensmittel zu gewissen Standards produziert werden. Dieses dauernde Preisschrauben-Gedrehe der Discounter nervt. Wenn eine dieser Ketten "Billiger!" schreit, dann stimmen alle gleich ein, weil sie Angst haben, die Kundschaft rennt dann sofort nur noch zum neuen Billigstheimer. Ich habe eher das Gefühl, die Discounter schüren die grassierende Krisen-Hysterie, um der Konkurrenz den einen oder anderen Prozentpunkt bei den Marktanteilen abzujagen.

Zahlen dürfen die Zeche die Lieferanten, die uns eigentlich hochwertige Lebensmittel auf den Tisch bringen sollen. Die Discounter wollen auch Milchprodukte deutlich verbilligen. Dabei haben die Milchbauern gerade erst in zähem Ringen eine Preiserhöhung von 10 Cent durchgesetzt. Der Bundesverband Deutscher Milchviehalter klagt den auch prompt, die neue Preisrunde der Discounter sei existenzbedrohend.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Aldi - bestes Preis/Leistungsverhältnis bei Klamotten

Die Fachzeitschrift "TextilWirtschaft" hat jetzt die Ergebnisse einer Studie zum Thema Preis/Leistungsverhältnis beim Kleidungskauf veröffentlicht. 1.000 Frauen und Männer haben demnach das Angebot von 32 Anbietern bewertet. Ergebnis: Aldi geht mit der Note "gut" als Testsieger aus dem Rennen. Über 60 Prozent haben in der Befragung das Preis/Leistungsverhältnis von Aldi-Klamotten als "gut" bezeichnet, 20 Prozent sogar als "sehr gut".

Auf Platz zwei landete Tchibo und auf Rang drei C&A. Ausgewiesene so genannte Textil-Discounter wie NKD, Takko oder Kik landeten dagegen auf den hinteren Plätzen. Kik bekommt sogar die Rote Laterne als Letzter. Über 56 Prozent der Befragten bewerteten das Preis/Leistungsverhältnis bei Kik als "weniger gut" oder "schlecht".

Montag, 20. Oktober 2008

Verbraucher Analyse: Tiefgekühltes statt Marke

Die Konsum-Studie Verbraucher Anlayse (VA) erfreut uns mit einigen Einsichten in deutsche Koch- und Ess-Gewohnheiten. Die Studienmacher haben untersucht, wie sich die Koch- und Essgewohnheiten der Deutschen in zehn Jahren, von 1998 bis 2008, verändert haben. Dabei lassen sich einige wenig überraschende, gleichwohl deutliche Trends herausschälen.
Die überwiegende Mehrheit der Haushaltsführenden (72 %) achtet auf gesunde Ernährung. Hauptsache bleibt jedoch, dass das Essen schmeckt, da spielen Kalorien für fast die Hälfte keine große Rolle.

Klar. Bei einer Befragung gibt doch fast jeder an, auf gesunde Ernährung zu achten und das gute Fleisch von den glücklichen Kühen zu kaufen. Laut VA achtet jede zweite Haushaltsführung beim Fleischkauf auf artgerechte Haltung der Tiere, jede dritte gar auf das Bio-Siegel. Hierfür wurden nur Daten zwischen 2003 und 2008 verwendet, da es das Siegel vorher noch nicht gab. Die Akzeptanz des Bio-Siegels hat sich laut den Daten seit Einführung kaum verändert. Sie ist von Anfang an sehr hoch. Nach der Durchdringung der Discounter-Ketten mit Bio-Produkten und auch Bio-Fleisch- und -Wurstwaren steht zu hoffen, dass mittlerweile auch real mehr Bio-Ware gekauft wird. Verlierer im Spiel sind eindeutig Markenprodukte.